Orientierungssystem für das Berliner Museum für Naturkunde

Florian Mohn entwickelte zwischen 1995 und 1998 ein neues Erscheinungsbild für das traditionsträchtige Museum. Ein Teil meiner Mitarbeit bei der Gestaltung des Erscheinungsbildes stellte die Entwicklung eines Orientierungssystems mit eigens dafür entwickelten Piktogrammen dar.

Die Vorgehensweise bei der Entwicklung der Piktogramme entsprach der inhaltlich ‘unscharfen’ Einteilung der verschiedenen Säle im damaligen Museum. Ein prominentes Ausstellungsstück wurde ‘weichgezeichnet’, um so einerseits die Orientierung anhand der bekannten Silhouette zu gewährleisten, andererseits keine fachlich präzise Beschreibung der Ausstellung im jeweiligen Saal zu suggerieren. So steht z.B. ein Gorilla als Merkhilfe für den Saal der Primaten, ist aber durch die Unschärfe und Rasterung nicht mehr eindeutig als bestimmte Spezies erkenntlich, sondern wird zum Stellvertreter aller Halbaffen/Affen.

Agentur: Büro Mohn, Stuttgart
Mitwirkende: Florian Mohn